Lübeck – Elternhaus, Kindheit und Jugend

Hermann Becker junior u. senior

Elternhaus Hermann Becker junior
Der Vater
Hermann Becker senior, wurde 1889 in Rostock geboren. Er war als Solo-Oboer und Englischhornbläser unter der Leitung von Herrn Hermann Abenroth am damaligen Orchester des Vereins der Musikfreunde, später Städtisches Orchester Lübeck, tätig. In den Jahren 1911 bis 1915 folgte dort als künstlerischer Leiter Wilhelm Furtwängler mit dem Hermann Becker, inzwischen Orchestervorstand, ein enges Vertrauensverhältnis verband.

Seine Mutter
Emma Becker, geb. Bögner, war als Kammersängerin an verschiedenen Bühnen tätig.

Seine Geschwister

Erika, Hilde und Klaus.

Die Familie Becker konvertierte im August des Jahres 1930 zur katholischen Kirche. Der Grund hierfür war die Begegnung von Hermann Becker senior mit Therese Neumann von Konnersreuth. Hermann Becker junior wurde am 25. April 1919 als drittes Kind der Musikerfamilie Becker in Lübeck geboren. Nach Abschluss der Volksschule in Berlin Lichterfelde folgten Schulaufenthalte am Gymnasium in Berlin-Lankwitz und am Luisengymnasium Moabit. 1932  wurde Hermann Becker junior auf Vermittlung seiner Taufpatin, Therese Neumann, nach Jerusalem geschickt.

 

Blick auf die Abtei Dormitio

In der Abtei Dormitio besuchte er von 1932 bis 1936 die Klassen Untertertia bis Oberprima und absolvierte dort unteranderem acht Semester Latein, Griechisch, Arabisch und Englisch. 1936 kehrte Hermann Becker nach Deutschland zurück. Nach einem Vorbereitungsjahr in einer Berliner Privatschule versuchte er an einem staatlichen Gymnasium das deutsche Abitur nachzumachen, wurde aber aus politischen Gründen nicht zugelassen. Zeugnisse, die wegen der Landesvorschrift auch in Hebräisch abgefasst waren, schlossen ein ordentliches Studium an einer deutschen Kunsthochschule aus.